Wohnen in Hamburg
Wohnungsgenossenschaft von 1904 e.G.
Was ist anders als bei gewöhnlichen Wohnungsunternehmen? Was steckt hinter der Idee „Wohnungsgenossenschaft“?
Unternehmensform Wohnungsgenossenschaft
Gegenüber anderen Unternehmensformen weist die Genossenschaft eine rechtliche Besonderheit auf. Ihr Unternehmenszweck ist im Genossenschaftsgesetz (GenG) unter Paragraph 1 genau definiert: „Die Förderung ihrer Mitglieder mittels gemeinschaftlichem Geschäftsbetrieb.“ Daher erschöpfen sich die unternehmerischen Ziele nicht in Umsatz und Gewinn. Kooperation, gesellschaftliche Verantwortung und demokratische Entscheidungsfindung bilden die Säulen der Unternehmensethik und sind in der Satzung der Genossenschaft verankert. Durch ihre gesetzliche Definition hat die Genossenschaft somit einen Doppelcharakter. Sie ist sowohl Wirtschaftsunternehmen als auch Sozialgemeinschaft und agiert nach mehreren Prinzipien:
Förderprinzip Danach definiert die Wohnungsgenossenschaft von 1904 e.G. ihre Aufgaben. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität ihrer Mitglieder und die Förderung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens.
Identitätsprinzip Die Mitglieder der „04“ sind gleichzeitig die Nutzer der Wohnungen.
Demokratieprinzip Unabhängig von den eingezahlten Geschäftsanteilen hat jedes Mitglied eine Stimme und kann damit die Geschäftspolitik mitgestalten. Die Höhe der Geschäftsanteile richtet sich nach der Größe, der Lage und dem Alter der bezogenen Wohnung.
Nutzungsprinzip Da das Ziel der Wohnungsgenossenschaft von 1904 e.G. nicht Kapitalmehrung ist, sondern Bau und Vermietung von preiswertem Wohnraum, werden die Überschüsse nur zu einem geringen Teil an die Mitglieder ausgeschüttet. Der Großteil fließt in die Instandhaltung und Modernisierung der Wohnungen.
Solidaritätsprinzip Die „04“ fördert durch ihr soziales Engagement die wechselseitige Unterstützung ihrer Mitglieder.
Organe der Genossenschaft Die Geschäftspolitik der Genossenschaft ist demokratisch aufgebaut. Jedes Mitglied hat ein Mitspracherecht. Dafür sorgt die Vertreterversammlung: Alle fünf Jahre wählen die Mitglieder ihre Interessenvertreter, die wiederum den Aufsichtsrat wählen. Dieser bestellt den Vorstand und kontrolliert die Tätigkeit der Geschäftsführung.
Wohnungsgenossenschaft von 1904 e. G.
Landwehr 34
22087 Hamburg
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Aktuelle Themen aus unserer Wohnungsgenossenschaft
Unser Unternehmensleitbild
Motiv für die Gründung unserer Wohnungsgenossenschaft war zum einen die Grunderkenntnis, dass eine Summe von Menschen ein Ziel erreichen kann, das zu gewinnen der Einzelne zu schwach ist, und zum anderen der grundsätzliche Wille, die Mitglieder dieser Gemeinschaft zu fördern. Gleiche Rechte und Pflichten für jedes Mitglied unabhängig von der Höhe des Geschäftsguthabens bedeuten seitdem: Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung.
Diesen Prinzipien ist unsere Wohnungsgenossenschaft verpflichtet.
§ 2 unserer Satzung:
Zweck der Wohnungsgenossenschaft ist die Förderung ihrer Mitglieder vorrangig durch eine gute, sichere und sozial verantwortliche Wohnungsversorgung.
Ziele unserer Genossenschaft
Mit unseren Dienstleistungen sind wir für unsere Mitglieder ein moderner und leistungsstarker Partner in allen Fragen rund um die Wohnung. Kompetent und zukunftsorientiert bieten wir Sicherheit in allen Fragen des Wohnens. Unsere Leistungsfähigkeit und Leistungsvielfalt ermöglicht es uns, den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturwandel erfolgreich zu bewältigen. Wir erreichen dies vor allem durch:
hohe Qualität unserer Wohnungen
ein günstiges Preis/Leistungsverhältnis
innovative Leistungsangebote
soziales Management
mitgliederorientierten Service
moderne Organisationsstrukturen
Diese Leistungsfähigkeit und Leistungsvielfalt ist nur durch adäquate Betriebsgröße, angemessene Eigenkapitalausstattung und ausreichende Rentabilität sicherzustellen. Auch unsere Wohnungsgenossenschaft ist ein ökonomisch zu führendes Wirtschaftsunternehmen und muss den Gesetzen des Marktes gehorchen. Unsere Wohnungsgenossenschaft unternimmt daher große Anstrengungen, um ihre Wohnungen nicht nur zu erhalten, sondern auch zu erneuern. Wir wollen, dass unsere Wohnungsbestände auf Dauer für viele Menschen attraktiv bleiben und tragen damit unserer Verantwortung auch für nachwachsende Generationen Rechnung.
Aufgaben
Wir bieten unseren Mitgliedern hohe Wohn- und Lebensqualität zu bezahlbaren Preisen. Wir leisten dieses vor allem durch:
Neubau und Erwerb von Wohnungen zur dauernden Nutzung
Servicewohnen für behinderte und ältere Menschen
Bestandspflege eigener Gebäude, durch laufende Instandhaltung unserer Wohnungen, stetige Modernisierungen unserer Wohnungen
Gestaltung und Pflege des Wohnumfeldes
Mitwirkung im Städtebau einschließlich Infrastruktur
Zum genossenschaftlichen Dauerwohnrecht gehören darüber hinaus:
fachkundige Beratung und Betreuung unserer Mitglieder
Anpassung der Wohnungen für ältere Mitglieder
Bereitstellung von wohnbegleitenden Dienstleistungen
Unsere Dienstleistungen werden ständig an sich ändernde Marktverhältnisse und an die Bedürfnisse der Mitglieder angepasst. Dieses bildet die Voraussetzung für die kontinuierliche Entwicklung unserer Wohnungsgenossenschaft. Unsere Wohnungsgenossenschaft ist bestrebt, dass die Häuser und Wohnungen auf Dauer der Spekulation entzogen bleiben und dass sich nicht durch Verkäufe das im Laufe der Jahre aufgebaute Vermögen mindert. Dies würde den Sinn unserer Wohnungsgenossenschaft und ihren Förderauftrag infrage stellen, nämlich auch zukünftigen Mitgliedern und nachwachsenden Generationen preisgünstige, gut ausgestattete und zeitgemäß erhaltene Wohnungen zur Verfügung zu stellen.
Unsere Wohnungsgenossenschaft ist also einerseits ein Wirtschaftsgebilde, ein Geschäftsbetrieb und andererseits ist unsere Wohnungsgenossenschaft ein Sozialgebilde, eine Gemeinschaft.
Unsere soziale Funktion spielt sich verstärkt in dem Bereich des sozialen Managements – beispielsweise der Schaffung funktionsfähiger Nachbarschaften – ab.
Verhaltensgrundsätze: Mitglied als Eigentümer
Die Nutzer unserer Wohnungen und die Kapitalgeber unseres Geschäftsbetriebs sind weit gehend identisch.
In der Satzung haben die Mitglieder unserer Wohnungsgenossenschaft festgehalten, welchen Zweck die Genossenschaft haben soll, welche Rechte und Verantwortlichkeiten der Einzelne und die Genossenschaftsorgane haben. Die Mitglieder können die Umsetzung dieser Vorgaben erwarten, da das zur Verfügung gestellte Vermögen Stiftungscharakter hat und an die Unternehmensziele und die Unternehmensaufgaben gebunden ist.
Das bedeutet:
Die Gewinnausschüttung an das einzelne Mitglied ist begrenzt, damit unsere Wohnungsgenossenschaft nicht zum Spekulationsobjekt wird. Damit wird verhindert, dass einzelne finanzkräftigere Mitglieder mit ihren Anteilen auf diese Weise spekulieren. Geschäftliche Überschüsse, die über die Dividende hinausgehen, werden von unserer Genossenschaft durch Reinvestition in die eigenen Wohnungsbestände dem Unternehmen wieder zugeführt. Auch deshalb erhalten ausscheidende Mitglieder nur ihr eingezahltes Geschäftsguthaben zurück, haben also keinen Anspruch auf das übrige Vermögen der Genossenschaft.
Wichtigstes Organ unserer Wohnungsgenossenschaft ist die Vertreterversammlung. Als oberstes Organ einer Genossenschaft wird sie von allen Mitgliedern der Genossenschaft gewählt, wobei jedes Mitglied eine Stimme hat. Die Vertreterversammlung wählt den Aufsichtsrat, der dann den Vorstand fördert, berät und überwacht. Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind Mitglieder der Genossenschaft.
Verhaltensgrundsätze: Mitglied als Kunde
Die Mitglieder unserer Wohnungsgenossenschaft haben viele Vorteile. So schließt unsere Wohnungsgenossenschaft mit den Mitgliedern so genannte Dauernutzungsverträge. Das bedeutet in der Praxis, die Wohnung ist nahezu unkündbar, außer bei schwer wiegenden Verstößen gegen den Dauernutzungsvertrag. Im Mittelpunkt stehen die Wünsche und Bedürfnisse unserer Mitglieder; dabei ist das genossenschaftliche Ehrenamt ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Effizienz unserer Wohnungsgenossenschaft. Zielgruppenorientierte Leistungen und mitgliederorientierter Service garantieren ein dauerhaftes und langfristiges Wohnangebot. Dazu gehören auch betriebswirtschaftlich auskömmliche Nutzungsgebühren.
Reparaturen sind Sache der Wohnungsgenossenschaft. Eine wichtige Rolle spielen dabei unsere Hausmeister, die Hilfe und Rat für unsere Mitglieder bieten.
Unsere Mitglieder haben eine eigentumsähnliche Sicherheit. Das Miteigentum der einzelnen Mitglieder bezieht sich nicht auf die genutzte Wohnung, sondern auf die Wohnungsgenossenschaft. Eigentümer der Grundstücke, Häuser und Wohnungen bleibt immer die Wohnungsgenossenschaft, damit auch zukünftige Mitglieder und nachwachsende Generationen preiswert und sicher mit Wohnraum versorgt werden können. Der Ausbau sozialer Dienstleistungen gehört zu den Gemeinschaftsaufgaben unserer Wohnungsgenossenschaft.
Verhaltensgrundsätze: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Um optimale Leistungs- und Serviceangebote für unsere Mitglieder anbieten zu können, bedarf es optimal qualifizierter und motivierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Geschäftsbetriebs unserer Wohnungsgenossenschaft. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden leistungs- und erfolgsorientiert eingesetzt; die gemeinsamen Ziele werden durch teambezogene Arbeit umgesetzt. Gutes und fachkundiges Personal ist die Voraussetzung zur Erbringung der Förderungsleistungen. Weit gehende Selbstständigkeit bei der Durchführung der Aufgaben und zweckmäßig gestaltete Arbeitsplätze ermöglichen der Mitarbeiterin bzw. dem Mitarbeiter eine optimale Aufgabenerfüllung. Wir bieten sichere Arbeitsplätze und Bezahlung nach Qualifikation, Leistung und übertragener Verantwortung.
Verhaltensgrundsätze: Öffentlichkeit
Unsere freiwillig übernommene Aufgabe, aus allen Schichten der Bevölkerung Mitglieder aufzunehmen und ihnen angemessenen Wohnraum anzubieten, betrachten wir als unseren eigenen Beitrag zu einer sozialen Wohnungsmarktwirtschaft.
Wir stellen uns den gesellschaftlichen Herausforderungen, vor allem dem demografischen Wandel und betrachten dieses als unseren besonderen Beitrag zu einer menschlichen Gesellschaft. Wir schaffen spekulationsfreien Wohnraum; diesen Wohnraum werden wir auch künftigen Generationen von Mitgliedern ungeschmälert zur Verfügung stellen.
Zusätzliche Serviceleistungen unserer Genossenschaft:
Zum Wohlfühlen gehört für uns aber mehr als nur der finanzielle Rahmen. Unser erklärtes Ziel ist die stete Verbesserung der Wohn- und der Lebensqualität unserer Mitglieder. Dafür haben wir ein breit gefächertes Angebot auf die Beine gestellt:
Unsere Mitgliederzeitung: Die Zeitschrift erscheint viermal im Jahr und gibt zahlreiche Informationen zu unserer Genossenschaft, zu Serviceangeboten und viele Tipps rund ums Wohnen.
Der Nachbar-Treff in Hamburg-Hamm: Die Räumlichkeiten sind der Dreh- und Angelpunkt der gesamten Nachbarschaft. Skatspieler treffen sich hier ebenso wie Bastel- und Krabbelgruppen, Computerfans oder Literaturliebhaber. Durch die Kooperation mit zwei anderen Wohnungsgenossenschaften (Wohnungsgenossenschaft Langenfelde eG und Baugenossenschaft Deutsches Heim Union eG) bieten wir auch die Möglichkeit, die Nachbartreffs in Stellingen und Mümmelmannsberg zu besuchen.
Das Büro Sozialarbeit: Nur wenige Meter vom Nachbar-Treff entfernt bietet unsere Dipl. Sozialpädagogin konkrete Hilfe in diffizileren Angelegenheiten – seien es nun Nachbarschaftskonflikte, Überschuldung, Behördengänge oder Umzüge.
Seniorenwohnen: Auch im Alter sind unsere Mitglieder gut bei uns aufgehoben. Unsere Seniorenwohnanlagen in Wandsbek und Eidelstedt bieten unseren Mitgliedern einen hohen Wohn- und Ausstattungskomfort mit Serviceleistungen.
Die Stiftung „Nachbarn helfen Nachbarn": Sie stellt Mittel für Projekte bereit, die in unseren Wohnanlagen und Stadtteilen das nachbarschaftliche Zusammenleben fördern, Hilfestellungen für alte Menschen, Kinder und Jugendliche leisten und die Völkerverständigung verbessern.
Der Gästewohnungstausch: Wir haben sieben Gästewohnungen, die unsere Mitglieder für ihren Besuch mieten können. Außerdem haben wir mit befreundeten Genossenschaften einen Tauschring gegründet. Unsere Mitglieder können dadurch auch Gästewohnungen in anderen Städten bei den befreundeten Genossenschaften in ganz Deutschland nutzen. Inzwischen haben sich sogar Genossenschaften aus dem europäischen Ausland (Niederlande, Österreich und die Schweiz) unserem Tauschring angeschlossen.
Kooperation: Seit Anfang 2006 gibt es einen Kooperationsvertrag zwischen den drei Hamburger Genossenschaften Wohnungsgenossenschaften Baugenossenschaft Deutsches Heim Union eG, Wohnungsgenossenschaft Langenfelde eG und unserer Genossenschaft, der zum Wohle der Mitglieder, der drei Genossenschaften abgeschlossen wurde.
Multimedia: Neues Multimedia-Konzept für unsere Mitglieder- TV, Radio, Telefonie und Internet – alles aus einer Hand zu günstigen Konditionen.
Notdienstzentrale: Zusammen mit den anderen Hamburger Wohnungsgenossenschaften betreiben wir für Notfälle eine Notdienstzentrale, die nach Feierabend und am Wochenende für Notfalleinsätze zuständig ist.
Unternehmensziele Schaffung von bezahlbarem Wohnraum
Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität
partnerschaftlicher Umgang mit den Mitgliedern
Bereitstellung von Angeboten und Dienstleistungen auch für Menschen mit geringem Einkommen, für Ältere, Familien mit Kindern, für Behinderte und Ausländer
Gründung 1904 von 87 unteren und mittleren Beamten der Reichs-Post- und Telegraphenverwaltung im Ober-Postdirektionsbezirk Hamburg
Hauptgeschäftsfelder Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, der heutigen Standards entspricht. Erwirtschaftete Gewinne fließen in die Instandsetzung und Modernisierung der vorhandenen Wohnungen und in Neubauten.
Soziales Engagement Um unseren Mitgliedern eine besondere Lebensqualität zu bieten, wurden folgende Einrichtungen geschaffen:
Nachbar-Treff und Büro „Sozialarbeit“
Seniorenwohnanlage und -wohnungen,
Zusammenarbeit mit der Elim-Stiftung, dem Trägerverbund Hamm-Horn und der Martha-Stiftung zur Pflege und Betreuung im Alter
Barrierefreie Wohnungen
Nachbarschaftsfeste
Stiftung „ Nachbarn helfen Nachbarn“
Gästewohnungen und Gästewohnungstausch mit befreundeten Genossenschaften
Wohnungsbestand 3.475 Wohnungen (Gesamtwohnfläche über 200.000 m², Stand Juli 2006)
60 Gewerberäume
951 Garagen und Stellplätze
Mitglieder über 4.000 Mitglieder
Geschäftsguthaben: 6,9 Millionen Euro
Bilanzsumme 139 Millionen Euro
Vorstand Klaus Weise, Monika Böhm
Mitarbeiter 69 haupt- und nebenamtliche Mitarbeiter
Mitgliedschaft
Wenn Sie in eine unserer Wohnungen ziehen, werden Sie nicht nur Mieter, sondern gleichzeitig Mitglied unserer Genossenschaft. Sie zeichnen Geschäftsanteile, deren Anzahl sich nach Wohnungsgröße und Baujahr richtet. Ein Genossenschaftsanteil entspricht 150 Euro. Einmalig fällt ein Eintrittsgeld in Höhe von 30 Euro an.
Mieten Sie beispielsweise eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit 60 qm, die vor 1990 gebaut wurde, übernehmen Sie zwölf Genossenschaftsanteile, beteiligen sich also mit 1.800 Euro an unserer Genossenschaft. Die Anzahl der Anteile richtet sich allerdings auch nach der Lage und der Ausstattung der Wohnung. Auf Ihre Anteile erhalten Sie eine Dividende, über deren Höhe die Vertreterversammlung jährlich abstimmt. In den vergangenen Jahrzehnten lag der Satz nie unter 4 %.
Damit ermöglichen wir Ihnen eine Wohnform zwischen Miete und Eigentum zu bezahlbaren Bedingungen. Denn unser Mietvertrag ist ein "Dauernutzungsvertrag" und räumt Ihnen ein lebenslanges Wohnrecht ein. Natürlich ist er unter Einhaltung der Fristen auch jederzeit kündbar. Und dann können Sie sich entscheiden: Bleiben Sie Mitglied und profitieren von den Erträgen oder treten Sie aus? Wer sich für den Austritt entscheidet, erhält seine eingezahlten Genossenschaftsanteile selbstverständlich nach der satzungsgemäßen Kündigungszeit zurück.
Im Dezember 2004 feierte unsere Genossenschaft ihren 100. Geburtstag. Die bewegte Geschichte, Berichte von Mitgliedern und das jeweilige Zeitgeschehen wurden anlässlich des Jubiläums in einer umfangreich bebilderten und lebendig geschriebenen Chronik zusammengefasst.
Ihr persönliches Exemplar des Jubiläumsbuches liegt für Sie
in der Geschäftsstelle abholbereit.
Die wichtigsten Meilensteine unserer Genossenschaft:
Blick in eine Gasse des Gängeviertels
Unsere Geschichte beginnt mit 87 mutigen Männern: Am 4. Dezember 1904 – während der wohl schwersten Wohnungsnot der Hansestadt - schlossen sich untere und mittlere Beamte der hiesigen Post- und Telegraphenverwaltung zusammen, um schöne und für sie bezahlbare Wohnungen zu bauen. Diesen Wunsch verwirklichten sie mit einem Wohnhaus in der Mansteinstraße mit 59 Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen sowie vier Läden.
Dieses Schmuckstück aus der Gründerzeit steht zum Teil heute noch und ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich in der Gemeinschaft auch schwere Rückschläge leichter verkraften lassen. Denn die ersten 30 Jahre des vergangenen Jahrhunderts mit Weltwirtschaftskrise und Ersten Weltkrieg waren auch für unsere junge Genossenschaft schwer zu bewältigen. Dennoch hatten wir bis 1943 über 1.200 Wohnungen bauen können. Eine stolze Bilanz, die allerdings in wenigen Nächten zunichte gemacht wurde: Nach dem Feuersturm lagen 665 Wohnungen in Schutt und Asche, der Rest war schwer beschädigt und größtenteils unbewohnbar.
Von 1939 bis 1998 war der Sitz der Genossenschaft in der Gustav-Falke-Straße 50 untergebracht
Die ersten Nachkriegsjahre standen somit ganz im Zeichen des Wiederaufbaus. Und gemeinsam schafften unsere Mitglieder wieder ein kleines Wunder: Nur zehn Jahre nach Kriegsende waren 1.622 Wohnungen fertig gestellt und weitere in Planung!
Bis heute baute unsere Genossenschaft rund 200.000 m² Wohnraum, der laufend den neusten Standards angepasst wird. Im Laufe der Jahre haben wir zudem unterschiedlichste Wohnkonzepte entwickelt und können damit jedem Mitglied in jeder Lebenslage ein echtes Zuhause bieten.
1998 verlegte die Genossenschaft ihren Sitz in die neuen Büroräume Landwehr 34
Beispiel „Wohnen im Alter“: 1998 bauten wir in Hamburg-Eidelstedt 22 Wohnungen mit schwellenfreier Ausstattung. In Hamburg-Wandsbek errichteten wir 2001 eine Anlage mit 97 seniorengerechten Wohnungen für Paare und Alleinstehende u.a. mit Fitnesskeller, Gemeinschaftsraum und Gästewohnungen und durch die Zusammenarbeit mit der Stiftung Elim einem abwechslungsreichen Freizeitprogramm sowie Beratung und Pflegedienste.
Die junge Generation kann mit günstigen Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen einsteigen und hat bei Familienzuwachs die Auswahl zwischen Wohnungen und Maisonetten mit vier und mehr Zimmern, großzügigem Schnitt und zwei Bädern. In Hamburg-Sasel bauten wir sogar elf Reihenhäuser. Spätestens hier endet bei vielen Wohnungsbauunternehmen das Engagement. Doch wir haben unsere Ziele weiter gesteckt: Wir wollen unsere Mitglieder und die Gemeinschaft fördern. Informieren Sie sich auf den kommenden Seiten über unser zusätzliches Angebot:
den Nachbar-Treff in Hamburg-Hamm
das Büro Sozialarbeit
die Stiftung „Nachbarn helfen Nachbarn“
den Gästewohnungstausch
Mitgliederzeitung
Ein wichtiges Instrument zur Mitgliederbindung ist für uns unsere Mitgliederzeitung „Bei uns“.
Die Beteiligung von Mitgliedern am Geschehen unserer Genossenschaft und somit eine lebendige und moderne Genossenschaft lassen sich nur erreichen, wenn diese Mitglieder gut informiert sind. Denn gute Informationen erwecken Vertrauen und Verständnis für unsere Arbeit bei unseren Mitgliedern. Aus diesem Grunde hat unsere Mitgliederzeitung einen hohen Stellenwert für uns.
Die Zeitung besteht aus einem Mantelteil, den alle Hamburger Genossenschaften für ihre Mitglieder veröffentlichen, und einem jeweils genossenschaftsbezogenen Teil. Der Mantelteil behandelt oft Themen der Wohnungspolitik in Hamburg und andere allgemeine Themen der Wohnungswirtschaft, die Mitglieder aller Genossenschaften interessieren.
Die individuellen Seiten der einzelnen Genossenschaften werden von jeder Genossenschaft selbst erarbeitet. So entstehen über 30 individuelle Mitgliederzeitungen der Genossenschaften in Hamburg. Unsere individuellen „1904 Seiten“ umfassen seit der Herbstausgabe 2006 jetzt schon mehr als 24 Seiten.
Wir versuchen unsere Berichte vielseitig und interessant zu gestalten. Dabei hoffen wir, dass für alle Mitglieder interessante Beiträge vorhanden sind. Unsere Berichte beschäftigen sich z.B. mit Beiträgen über Mitarbeiterwechsel, von der Vertreterversammlung, über aktive Mitglieder, Hinweise zur Betriebskostenabrechnung, zu den Nutzungsgebühren, Genossenschaftsfeste, Berichte aus dem Nachbar-Treff, Veranstaltungen, Tipps rund ums Wohnen usw.
Schauen Sie doch selbst einmal rein und überzeugen Sie sich.
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